Minisauna - Geschlechterkampf

Das alte Lied, der Geschlechterkampf in der Sauna.
Frau möchte ungestört entspannen, geht an einem Dienstagvormittag in die Sauna der öffentlichen Badeanstalt und findet sich wieder unter einer Horde Männern. Manche stört sie nicht, die Unisex-Sauna. Doch viele Frauen gehen lieber in die Frauen-Sauna, um unangenehmen Blicken und ungewollten Ausblicken aus dem Weg zu gehen.

Außerdem lässt es sich unter gleichgeschlechtlichen doch besser Erfahrungen austauschen und sich mit einer angenehmen Unterhaltung die Zeit vertreiben.

Doch warum gibt es keine Männer-Sauna, von der Schwulen-Sauna mal abgesehen?

Wenn man nicht die eigene Sauna im Keller oder im Gartenhaus hat, wird hierzulande in öffentlichen Saunabädern gemeinsam sauniert, nicht nach Geschlechtern getrennt wie das noch bis in die 80er Jahre hinein selbstverständlich war. Es gab in den ersten Saunabädern der 70er Jahre sogar solche, die Männern den Zutritt nur in Begleitung von Frauen erlaubte.
Heute genießen Frauen und Männer das Saunabaden meist zusammen in einer Kabine. Das ist ganz normal. Außerhalb der Kabine bedecken sich die meisten mit Handtüchern, in der Kabine selbst wird es jedoch aus hygienischen Gründen abgelegt. In Finnland oder im arabischen Raum ist dies allerdings anders: Dort sauniert man nicht Unisex sondern streng getrennt nach Geschlechtern oder auch im Badeanzug. Daher findet man in internationalen Hotels häufig deutliche Schilder neben der Saunatür „Badeanzug verboten“. Aus Finnland stammt zwar die aus Holz gebaute Sauna, aber dorther rührt diese Geschlechtstoleranz eben nicht. Eine Erklärung findet sich in der FKK Bewegung, die in Deutschland seit 20er Jahren zwischen den Weltkriegen eine erste Blüte hatte und nach der Zeit des Nationalsozialismus wieder aufgegriffen wurden. Nachdem noch Adenauer zunächst versuchte, die FKK Bewegung zu verbieten wurde sie dann in den 70ern zum Trend. Auch der Deutsche Saunabund vertrat nach seiner Gründung 1947 von Anfang an aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen das unbekleidete Saunabad. Allerdings waren getrennte Saunabereiche und Damentage damals die Regel – die Damentage sind im Übrigen auch heute noch beliebt.
Zurück zur Freikörperkultur: Das hat sich auch auf die Sauna übertragen. Das Magazin „heiss+kalt“ berichtete bereits ausführlich darüber.

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Ein Kommentar zu “Minisauna - Geschlechterkampf”

  1. AUSTIN


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