Minisauna: Sauna auf Japanisch

Gerade die Bade- und Saunakultur spielt in Japan eine große Rolle. Die ersten Badehäuser entstanden schon um 800 n. Chr. in den buddhistischen Tempeln und waren zunächst nur den Mönchen vorbehalten.

Dabei handelte es sich um Dampf- als auch Schwitzbäder, die nur selten der Bevölkerung zugänglich gemacht wurden. Das erste öffentliche Badehaus entstand dann im 13. Jahrhundert. Natürliche oder künstliche angelegte Felsenhöhlen wurden dafür extra angelegt und das umseitige Gestein durch das Verbrennen von Holz erhitzt. Danach goss man Meerwasser über die Felsen und erzeugte somit Dampf. In den folgenden Jahrhunderten entwickelten sich Heißwasser- als auch Dampfbäder als Badehaustypen heraus.

Das Sentō ist das traditionelle Badehaus aus Japan, welches sich in den städtischen Wohnvierteln der Großstädte befindet und als sozialer Treffpunkt dient.  Die Sentōs haben seit dem 19. Jahrhundert getrennte Badräume. Das Bad selbst dient dann der eigentlichen Entspannung.

Die Sentōs werden zumeist mit Holz geheizt und sind von innen auch mit Holz  verkleidet. Eine Schiebetür zwischen den Bade- und Umkleidebereich sorgt dafür, dass die Hitze nicht entweicht. Im Badehaus gibt es zwei bis drei Becken, die jeweils unterschiedlich temperiert werden. Die Wassertemperatur liegt dabei um etwa 40 Grad.

Für den Besuch in einem Sentō sind verschiedene Regeln auferlegt.  Wenn man das Badehaus betritt, werden die Schuhe ausgezogen und in einem Schließfach deponiert. Gebadet wird immer unbekleidet. Nach dem Entkleiden und vor dem eigentlichen Bad steht die gründliche Reinigung mit kaltem als auch warmem Wasser im Wechsel.

Mittlerweile gehören zu einem Sentō- Besuch auch zusätzliche Wellness-Anwendungen wie Massagen oder Fitnesstrainings.

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