Minisauna: schwitzen wie die Indianer!

Wenngleich es noch kein Schwimmbad gab, kannten auch die nordamerikanischen Prärieindianer vor der europäischen Einwanderung eine Art Sauna. Sie erinnert an das Zelt in dem die Indianer wohnten. Hergestellt aus biegsamen Weidenstäben oder Haselnussruten, wurde eine Art Höhle geschaffen.

schwitzhutteWie die Iglu-Zelte heute, wurden die Stäbe am oberen Ende zusammengebunden und am unteren Ende im Boden fixiert. Bedeckt wurde die Kuppel mit mehreren Lagen Planen und Decken, ohne Öffnungen, außer dem Eingang. So ist es im Inneren komplett dunkel.

Die Hitze wurde durch heiße Steine in die Hütte gebracht. Vor der Hütte wurde dazu ein Feuer entfacht, indem die Steine aufgeheizt wurden. Wenn sie heiß genug waren, wurden sie in die Hütte transportiert und konnten drinnen ihre Hitze wieder abgeben. Auch die Indianer kannten einen Aufguss. Drinnen gab es eine Person, die nur dafür zuständig war. Für das Feuer draußen war der Feuerhüter zuständig.

Diese Schwitzhütte wurde vorrangig zur Heilung und Reinigung genutzt. Anders als bei einer Minisauna in unseren Breitengraden, hat die Schwitzhütte der Indianer einen klare spirituelle Ausrichtung.
Der Gang in die Schwitzhütte ist eine Zeremonie und folgt einem immer gleichen Muster. Vorrangig sollen Körper und Geist gereinigt werden. Hitze und Dunkelheit erleichtern dabei das völlige loslassen und entspannen.

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